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Fächer - WBS/Wirtschaft

Vorstellung

"Das Grundproblem des Wirtschaftens ist: Wie kann eine effiziente und gleichzeitig gerechte Versorgung trotz begrenzter Ressourcen und daraus resultierender Verwendungskonkurrenzen erreicht werden? Durch die Lösung dieser Frage kann – bei unterschiedlichen, bisweilen konfliktreichen Interessenlagen – ein gutes Zusammenleben ermöglicht werden.
Ziel der ökonomischen Bildung ist, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ökonomisch geprägte Lebenssituationen zu erkennen, zu bewältigen und zu gestalten sowie ihre Interessen in einer sich verändernden globalisierten Welt selbstbestimmt und selbstbewusst zu vertreten. Dadurch trägt ökonomische Bildung zur Stärkung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler bei, die auch für ihre berufliche Orientierung im Hinblick auf die Planung und Gestaltung des Übergangs in Ausbildung, Studium und Beruf eine wichtige Rolle spielt." (Baden-Württemberg, Bildungsplan 2016 Gymnasium: Wirtschaft / WBS)

Das Fach Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung beginnt in Klasse 8. Hier betrachten die Schüler*innen "die Wirtschaft" aus der Perspektive der Verbraucher und untersuchen u.a. Faktoren, die eine Kaufentscheidung beeinflussen, wie Bedürfnisse, Werbung und Freunde. Gerade beim Thema "Geld" sind Besuche bei und von unserem Bildungspartner, der Volksbank Leonberg-Strohgäu, möglich.

  • In Klasse 9 versetzen sich die Schüler*innen in die Rolle von Arbeitnehmern und Unternehmern, was durch Experten-Gespräche z.B. mit Firmen-Gründern vertieft werden kann.
  • In Klasse 10 schließlich werden etwa Wirtschaftsordnungen, der Konjunkturzyklus sowie die ökonomische Seite der Europäischen Union thematisiert.
  • In der Jahrgangsstufe kann Wirtschaft als 5-stündiges Leistungsfach gewählt werden. Die vier Kurshalbjahre widmen sich den vier Sektoren private Haushalte, Staat, Unternehmen und Haushalt. Exkursionen und Experten-Besuche (u.a. von der Bundesbank) ergänzen den Unterricht. Auf der Studienfahrt nach Berlin, die die gesamte Jahrgangsstufe 1 unternimmt, gibt es häufig die Möglichkeit, ein wirtschaft-affines Bundesministerium zu besuchen und dortige Mitarbeiter zu befragen. Ziele waren bereits das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft.

Daneben steht der Bereich der Beruflichen Orientierung. Darüber, wie diese von Klasse 8-12 am GGD aufgebaut ist, informiert unsere Seite zur Berufsorientierung.

Was kostet ein Laserpointer? Die Bundesbank am GGD

Was bedeutet es, wenn beide Wirtschaftskurse gebannt Ausführungen zur Außenwirtschaft, Zahlungsbilanz und Wechselkursen folgen? Ein Referent der Bundesbank ist zu Besuch, diesmal in Gestalt von Herrn Schuler.
Auch wenn gerade den 12ern klar war, dass David Ricardo schon im 19. Jahrhundert die positiven Folgen von Exporten und Importen dargestellt hatte, so überrascht es doch, dies für die BRD einmal anhand harter Zahlen zu sehen. Deutschland besitzt nämlich einen hohen realen Offenheitsgrad, es handelt also relativ zu seiner Größe viel mit dem Ausland.
Doch was hat diese ökonomische Verflechtung, die auch unter dem Stichwort Globalisierung behandelt wird, für Folgen? In den ehemaligen Entwicklungsländern hat die Armut abgenommen, in den Industrieländern hingegen gibt es auch Tendenzen zu einer steigenden Ungleichheit.
Säuberlich aufgeschrieben werden alle Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern in der Zahlungsbilanz. Hier wird unter „Dienstleistungsimport“ verbucht, wenn wir für Netflix Geld nach Kalifornien überweisen oder als Reiseweltmeister im Ausland unterwegs sind.
Ja, und für eine Reise muss man natürlich Euros in andere Währungen tauschen, Stichwort: Wechselkurs. Was das alles mit Laserpointern zu tun hat? Er diente während des äußerst kurzweiligen Vortrags als Beispiel für ein Handelsgut – und kostete, je nach Wechselkurs, 9€. Vielen Dank, Herr Schuler, für Ihren Besuch! (M. Hanstein)

„Ein Girokonto ist wie ein Pool“

Wenn es um Geld geht, ist es besser, sich an Experten zu wenden. Wie gut also, dass Herr Ginsel und Herr Leibbrand von der Volksbank Leonberg-Strohgäu die 8A im Wirtschaftsunterricht besuchten. Die Volksbank Leonberg-Strohgäu ist nämlich seit vielen Jahren Bildungspartner des GGD.
Redet man über Geld, dann redet man meistens auch über Banken. Doch was ist eine Bank? Die offizielle Definition lautet: ein Unternehmen, das Geldgeschäfte tätigen darf und hierfür unter einer besonderen Aufsicht steht. Banken haben nämlich wichtige Aufgaben, da man über sie ein Konto führen, Aktien kaufen oder Geld sparen kann. Auf jeden Fall braucht man ein Girokonto, das nach Aussage der beiden Gäste „wie ein Pool“ ist, in den alle Einnahmen hinein- und aus dem alle Ausgaben herausfließen.
Da manchmal größere Ausgaben wie der Führerschein anstehen, ist es gut, wenn man vorgesorgt, also gespart, hat. So kamen die Gäste zum „magischen Dreieck“ aus Liquidität, Rendite und Sicherheit. Ein Anleger kann diese drei Ziele nämlich nie gleichzeitig erreichen. Bei einem Sparbuch ist das Geld zwar sicher, aber es gibt kaum Zinsen. Mit Aktien wiederum kann man viel Gewinn, aber auch große Verluste machen.
Somit war man auch schon bei Krediten, wenn eine Bank einem Kunden Geld etwa für den Hauskauf verleiht. Anschließend wurde das Thema Schulden angesprochen und Tipps gegen Schulden erarbeitet.
Vielen Dank, Herrn Ginsel und Herr Leibbrand, für Ihren Besuch! (M. Hanstein)

Ein Startup-Gründer berichtet

Ein eigenes Unternehmen zu gründen heißt einerseits, unabhängig zu sein; es ist allerdings auch mit Risiken verbunden. Das sagt die Theorie. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Also Bücher zu und Ohren auf für Michel Greif. Der Gründer des Startups „Nightowl“ besuchte am 19. Dezember 2019 den Wirtschaftsunterricht der 9A.
Als Herr Greif selbst noch Musik-Events organisierte, stellte er fest, dass es kein Online-Tool gab, um den Ticket-Verkauf und Werbung abzuwickeln. Um das zu ändern, startete er Anfang diesen Jahres mit zwei Partnern Nightowl. Dass man als ersten Kunden direkt einen großen Stuttgarter Club gewonnen habe, sei ein wichtiger Erfolg gewesen. Schließlich gibt es starke internationale Konkurrenz.
Dabei haben die drei Gründer ihr Unternehmen bisher ohne Investoren vorangetrieben. Das bedeutet, dass Herr Greif neben seinem eigentlichen Job bei Porsche auch noch viele Stunden am Abend und an den Wochenenden für das Startup arbeitet. „Aber was heißt schon Arbeit, wenn man für sein Projekt brennt.“ Schließlich ist die Umsetzung dieser Geschäftsidee genau das, was er schon immer machen wollte.
Über vierzig Fragen hatte die Klasse für das Gespräch vorbereitet, das zwei Schüler als Moderatoren leiteten: Von der Reaktion in seiner Familie auf die Selbständigkeit („von Skepsis bis Bewunderung war alles dabei“), bis zum Lieblingsfußballverein („Wenn Fußball, dann der VfB“). Die Wahl der richtigen Unternehmensform, vollautomatischen Kundenservice und einen Exkurs zum bedingungslosen Grundeinkommen eingeschlossen.
Und was rät ein Startup-Gründer Schülern einer 9. Klasse? „Sucht euch später eine Arbeit, an der ihr Spaß habt; das ist wichtiger als Geld!“
Vielen Dank, Herr Greif, für die Einblicke in die vielfältige Welt Ihres Startups. Vielen Dank auch an das Programm „Start-up BW Young Talents“ des Wirtschaftsministeriums, diesen Besuch ermöglicht hat. (M. Hanstein)

Die Bundesbank am GGD

Eine Premiere am GGD! Die Bundesbank besuchte am 1. Oktober 2019 in Gestalt von Herrn Papaccio die Wirtschaftskurse der Jahrgangsstufe 1 und 2. Statt einem großen Koffer voller Scheine hatte unser Gast aber etwas viel Wichtigeres mitgebracht: nämlich Wissen über Geld!
Doch der Reihe nach: Zuerst galt es, den Unterschied zwischen Geschäftsbanken wie der Volksbank sowie Zentralbanken wie der Deutschen Bundesbank zu erarbeiten, um danach die Aufgaben der Bundesbank wie etwa Bankenaufsicht und Geldpolitik zu betrachten.
Dann standen nach einer kurzen Geschichte des Geldes, die von Naturalien wie Schnecken bis zum heutigen Giralgeld reichte, die Funktionen von Geld auf dem Programm. Natürlich streiften wir die Debatten, ob eine Inflation im Zweifel tatsächlich besser als eine Deflation ist und warum die EZB gerade 2% Inflation anstrebt. Damit die EZB und die Nationalbanken das umsetzen können, sind sie mit einer umfassenden Unabhängigkeit ausgestattet.
Die Geldwertentwicklung wird übrigens mit einem Warenkorb gemessen. Aber auch hier steckt der Teufel im Detail; denn wir stellten sofort Unterschiede zwischen Jugendlichen (Stichwort „PC-Spiele“) und Erwachsenen („Miete“) fest, was das jeweilige Konsumverhalten betrifft; kein Wunder, dass jeder Inflation anders wahrnimmt.
Ja, aber woher kommt nun das Geld? Hierfür ging Herr Papaccio auf die Geldschöpfung, also den Zusammenhang von Zentralbankgeld und Giralgeld ein. Mit dieser Grundlage schauten wir uns unterschiedliche geldpolitische Strategien an, also die Auswirkungen von veränderten Leitzinsen auf die wirtschaftliche Entwicklung.
Ein vergleichender Blick auf die Inflationsraten etwa in Deutschland, der Schweiz, den USA und Italien rundete einen gelungenen, lebendigen Vortrag ab, der Anlass für viele kontroverse Gespräche in beiden Kursen geben wird. Vielen Dank, Herr Papaccio! (M. Hanstein)

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