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Fächer - Geographie

Das Fach Geographie – Die Welt verstehen

Im Mittelpunkt des Geographieunterrichts am Gymnasium Ditzingen steht die forschende sowie zukunfts- und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit dem System Erde.
Dabei werden im Geographieunterricht sowohl naturräumliche als auch gesellschaftliche Phänomene untersucht und miteinander verknüpft. Damit  kommt der Geographie die einzigartige Rolle zu, Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften zu verbinden und mit dem Blick auf das Ganze einen wichtigen Beitrag zum Gesamtverständnis des Lebensraums Erde zu leisten. Als Leitfach für die Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ befähigen wir unsere Schülerinnen und Schüler, als Konsumenten durch zivilgesellschaftliches Engagement und politisches Handeln einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Somit ist Geographie ein Fach, das dem Alltagsverstehen und -Handeln der Schülerinnen und Schüler besonders zugute kommt. Dabei geht es nicht nur um die Reaktion auf aktuelle Problemlagen, sondern auch darum, einen vorausschauenden, zukunftsweisenden und verantwortlichen Umgang mit unserer Welt zu erlernen.
Eine umfangreiche Sammlung von Karten, Atlanten, Modellen und Anschauungsobjekten verdeutlicht die Zusammenhänge.
Auch für die Medienbildung, etwa im Bereich der Online-Kartendienste, Nutzung von Datenquellen im Internet und Geographischen Informationssystemen (GIS) speilt die Geographie eine bedeutende Rolle.
In Klasse 11 und 12 hat Geographie als seit 2007 durchgehend gewähltes schriftliches Leistungsfach am Ditzinger Gymnasium eine Tradition entwickelt.  Seit vielen Jahren legt zudem eine hohe Anzahl an Schülerinnen und Schülern ihre mündliche Abiturprüfung im Fach Geographie ab.

Globalisierung - ein kurzes Lernvideo

Was macht man eigentlich in Geographie in Oberstufe? Eine Antwort gibt es hier: Schüler des Neigungsfaches haben sich mit dem Phänomen der Globalisierung beschäftigt und dazu ein Erklärvideo erstellt. Hier der Link.

Zu Besuch auf dem Falkenhof

Am 31. Mai 2017 besuchte der 2-stündige Erdkundekurs der Klassenstufe 11 zusammen mit Frau Krüger den Falkenhof in Gebersheim. Dort leben zur Zeit über 400 Kühe und somit ist der Hof einer der größten Milchbauernhöfe in ganz Baden-Württemberg. Er produziert täglich um die 25 000 Liter Milch.
Während einer ausführlichen Führung bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Arbeit des Landwirts und das Leben einer Milchkuh in der Landwirtschaft 4.0. Wussten Sie, dass auch Kälber in den Kindergarten und die Grundschule gehen? Da eine Kuh nur dann Milch gibt, wenn sie auch ein Kalb bekommt, kommen auf dem Falkenhof über das ganze Jahr hinweg Kälber zur Welt. Diese wachsen zwar getrennt von ihrer Mutter auf, leben aber zusammen in kleinen Gruppen. Diese werden je nach Altersstufe Kindergarten und Grundschule genannt. Sind die Kälber alt genug, werden sie einem Hof in Weil der Stadt zur Aufzucht übergeben. Später kehren die weiblichen jedoch wieder auf den Falkenhof zurück. Auch die älteren Kühe leben zusammen in Gruppen. Diese sind allerdings größer und rotieren ständig. Eine Gruppe bilden zum Beispiel alle trächtigen Kühe. Sie leben in einem getrennten Stall, da sie eine andere Pflege bekommen.

Vieles in diesem modernen Milchbetrieb wird über Computer gesteuert, angefangen bei der Zusammensetzung des Futters für die verschiedenen Gruppen über das Auslesen der personalisierten Karteikarten bis hin zur Milchleistung jeder einzelnen Kuh. Jede Kuh trägt eine Art Fitnessarmband um den Hals. Darin befindet sich ein Schrittzähler, denn anhand der am Tag gelaufenen Schritte kann der Landwirt feststellen, ob eine Kuh fruchtbar ist. Ist sie bereit schwanger zu werden, bewegt sie sich nämlich mehr. In der offenen Stallhaltung haben die Kühe sehr viel Platz. Sie können selbst entscheiden, ob sie liegen oder stehen wollen. Da Kühe keine Hitze mögen, wird der Stall im Sommer  von riesigen Ventilatoren belüftet und gekühlt. Den ganzen Tag über steht den Kühen etwas zu Fressen zur Verfügung. Dieses wird zum Großteil auf den Feldern des Hofes selbst produziert und ist optimal an den Bedarf der Kühe im jeweiligen Stadium angepasst. Auch die Gülle der Kühe spielt eine wichtige Rolle. Sie wird gesammelt und zu einer benachbarten Biogasanlage gebracht. Dort wird dann Strom für den Bauernhof erzeugt. Auf dem Falkenhof wird also vieles wiederverwertet. Die Kühe werden zweimal am Tag gemolken. Dies passiert in einem großen Melkstand. Da die Milch von Kühen, die erst kürzlich ein Kalb bekommen haben, nicht verkauft werden darf, wird diese Milch separat gesammelt und an die jungen Kälber verfüttert. Die eigentliche Milch aber geht zum Milchkonzern Campina in Heilbronn, der unter anderem unter dem Label "Landliebe" Käse- und Milchprodukte herstellt.

Offensichtlich geht es den Kühen auf dem Falkenhof sehr gut. Massentierhaltung heißt eben nicht gleich, dass die Tiere leiden müssen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass der Landwirt am Ende des Tages mit seiner Arbeit auch etwas verdienen muss. Wie wir erfuhren, war das während der Krise nach der Abschaffung der Milchquote 2015 nicht so. Schließlich haben die Kühe trotz niedriger Einnahmen stets den selben Hunger und müssen gepflegt werden. Nach einem historischen Tiefstand hat sich der Liter Milch aber bei einem Marktwert von 35 Cent eingependelt, was für den Falkenhof in Gebersheim ein durchaus lohnenswerter Betrag ist.

Der Einblick in das Geschehen eines Bauernhofs war sehr interessant. Vielen Dank an den Falkenhof, dass wir einmal vorbei schauen durfte. Wir haben vieles dazu gelernt.

Kerria D.

Exkursion zum Bodenlehrpfad Beuren

Am 30.6.2015 organisierten Andrea und Patrick für den vierstündigen Geographiekurs einen Ausflug zum Bodenlehrpfad in Beuren im Rahmen einer GFS. Dort wurden uns verschiedene Bodentypen erklärt.
Zunächst zeigte uns die Führerin Frau Eisele das Bodenprofil des Pelosol, der auch Minutenboden genannt wird. Dieser Boden erhält seinen Name durch seine schlechte Nutzbarkeit. Durch den hohen Tongehalt ist der Boden nur in einem sehr kurzen Zeitintervall nutzbar. Daher wird er meistens für Wiesen genutzt.

Daraufhin schauten wir uns den Boden im Wald an. Erstaunlicherweise war dort der Humusgehalt geringer als auf der Wiese. Frau Eisele erklärte uns, dass dies auf das junge Alter des Waldes sowie auf die schwer abbaubaren Buchenblätter zurückzuführen sei.
Die nächste Station führte zu einem Stauwasserbecken. Dort schauten wir uns die Grundwasserböden Gley und Pseudogley an. Diese Böden sind sehr wässrig, wodurch weniger Luft an sie gelangen kann. Dadurch ist keine Oxidation mehr möglich. Typisch für Pseudogley sind zudem Stauwasserbecken.
Zuletzt erklärte unsere Führerin uns noch die Landschaft von Beuren. In der Umgebung gibt es einige Lössgebiete. Löss ist ein Sediment, dass hauptsächlich aus Schluff besteht und sehr fruchtbar ist, jedoch nimmt die Anzahl der Lössgebiete zur Zeit ab.

Zusammengefasst war die Exkursion nach Beuren ein gelungener Ausflug und trotz heißem Wetter und Stau auf jeden Fall sehr lohnenswert.

(Patrick T,. K1)

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