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Zwölftausend in sechs Monaten

Laufclub des Gymnasiums motiviert zum „gemeinsamen“ Sporttreiben und schafft Verbundenheit über das Ende der Schulzeit hinaus.

Es mag vielleicht paradox klingen, aber hätte uns Corona nicht alle isoliert, wären wir nie zusammengekommen!

Die Idee zu einem virtuellen Sportclub entsprang einer Zufallsbegegnung mit einem Vereinstrainer. Sportvereine aller Art bangten im Februar um ihre Jugendlichen, die nach so langer Bewegungspause vielleicht keine Lust mehr verspüren könnten, vom Sofa in die Trainingshose zu wechseln. Eine mögliche Lösung boten „Challenges“ über bereits etablierte Tracking Apps wie die „runtastic App“ eines großen Sportartikelherstellers oder eben Strava.

Wenn die Vereine es machen, dann machen wir das auch! Was für eine Chance, trotz Sportunterrichtverbots, individuelle Trainingsdaten zu erheben, das Wissen über deren Bedeutung online zu vermitteln und die eigenen Daten auszuwerten! Das wäre die ideale Theorie-PraxisVerknüpfung für den Sport Leistungskurs! Warum aber nicht einen Schritt weitergehen? Warum nur der Leistungskurs? Ganz sicher gibt es noch andere aktive Sportbegeisterte an unserer Schule, die gerne „gemeinsam“ Sport machen würden - wenigstens virtuell! Und wenn wir schon an die Schulgemeinschaft denken, wäre das nicht eine tolle Möglichkeit, auch mit Kolleg*innen, Ehemaligen und Eltern in Kontakt zu bleiben - über eine geteilte Leidenschaft, den Spaß am Sport?!

Das war vor sechs Monaten. Heute, rund 12.500 Kilometer später sind 89 Aktive registriert, die mehr oder weniger regelmäßig zur Clubleistung beitragen. Dabei kommt es gar nicht auf das Tempo an - auch Spazierengehen ist ok - es geht vielmehr um die Gemeinschaft, das Gefühl dazuzugehören.

Selbst mich, dem Laufen ohne Ball immer als ein sinnloses Unterfangen erschien, hat mittlerweile das „Lauffieber“ gepackt. Anfangs waren die selbstgesteckten Ziele bescheiden, dann ambitionierter und wer weiß, vielleicht ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht? Es motiviert mich ungemein zu wissen, dass da draußen noch andere Gleichgesinnte unterwegs sind. Personen, die mir anfangs völlig unbekannt waren, wurden mit der Zeit „Freunde“ auf die man sich verlassen konnte - man konnte sich zumindest darauf verlassen, dass sie völlig zuverlässig ihre Trainingskilometer in den Asphalt oder die Schotterpiste brannten - und wie schnell! Auch Max Friebertshäuser meint: „Ich finde es klasse im GGD Team zu sein und mich motivieren dabei immer wieder die Aktivitäten der anderen“. Ein Stück weiter gehen die Brüder Marian und Janos Kiefer, die zu Protokoll geben: „Der Strava-Club bietet eine tolle Möglichkeit, um zu sehen, wo sich ehemalige MitschülerInnen und LehrerInnen sportliche betätigen. Zudem kann man sich mit anderen messen. Und natürlich motiviert es, wenn man die früheren SportlehrerInnen beim Mittagslauf übertrumpft.“

Robin Engelhard relativiert die Ambitionen der ehemaligen Sportasse der Schule, indem er meint: „Ich finde es cool zu sehen, was die restlichen Ehemaligen so machen (an wie vielen Orten da gelaufen wird) und dass so ziemlich jeder schneller läuft als ich, ist ein Ansporn besser zu werden!“. Mit dieser Meinung ist er nicht allein, auch Kollege Guillard ergänzt: „Für mich geht ein schulisches Miteinander über Unterricht und Klassenarbeiten hinaus. Das positive Gemeinschaftsgefühl, das beim Sporttreiben und den Herausforderungen entsteht, reizt mich und macht mir großen Spaß.“

Auch wenn dieser Tage einiges unsicher erscheint, eines ist jetzt schon sicher: den Strava Club „Gymnasium in der Glemsaue“ wird es auch nach der Pandemie noch geben und er wird weiterhin eine Heimat für alle sein, die sich gerne an der frischen Luft bewegen und das GGD im Herzen tragen, ob 2 oder 60 Kilometer die Woche, ob 4 oder 12 Minuten pro Kilometer, egal ob am Bodensee, in München oder in Heimerdingen gelaufen wird!

Und wer weiß, vielleicht werden in Zukunft auch wieder persönliche Treffen möglich sein! Ich freue mich jetzt schon darauf, einige meiner „neuen Sportfreunde“ dann persönlich kennenzulernen.

Vielleicht gehen wir zusammen laufen? Vielleicht werden wir gemeinsam noch viel erleben?! Denn zwei Dinge teilen wir sicher: die Freude an der Bewegung und das GGD.  (Oliver Vogt)

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