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„4 Semester Wirtschaft in 90 Minuten“

Die Wirtschaftskurse der Jg1 machte sich in Sachen Außenwirtschaft fit. Am 26. März 2021 kam nämlich Dr. Jürgen Hirsch von der Bundesbank virtuell zu Besuch, um vier Semester Wirtschaftsstudium in einen Vortrag von neunzig Minuten zu packen.

Zwar sind Dinge wie Außenhandelstheorien und Zahlungsbilanzen für Elftklässler noch relativ weit weg, da sie normalerweise erst in der Jahrgangsstufe 2 unterrichtet werden; andererseits spüren alle Verbraucher täglich die Vorteile internationaler Arbeitsteilung, wenn sie etwa eine Banane essen oder Orangensaft trinken. Diese beiden Früchte wachsen bei uns nämlich eher schlecht, weshalb wir sie importieren.

Im Gegenzug exportiert Deutschland zum Beispiel Autos oder Medizinprodukte, sodass letztlich beide Seiten profitieren, wenn sie sich auf das Produkt konzentrieren, dass sie am günstigsten anbieten können. Kurz gesagt: internationale Arbeitsteilung und Austausch ist sinnvoll, wenn man nicht alle Güter selbst herstellen kann oder will.

Wenn man einmal über Effekte von Globalisierung redet, dann müssen natürlich auch Schattenseiten wie Umweltverschmutzung (Stichwort CO²-Steuer) oder die Einkommensverteilung in den beteiligten Staaten angesprochen und hinterfragt werden. Es war toll, dass Herr Hirsch aktuelle Statistiken und Diagramme mitgebracht hatte. Hier konnte der Wirtschaftskurs die Abnahme der absoluten Armut oder die Entwicklung der ökonomischen Spannungen zwischen den USA und China regelrecht mitverfolgen.

Apropos USA, wie war das nochmal mit dem deutschen Exportüberschuss und der negativen US-Handelsbilanz? Ist das eigentlich schlecht? Und wenn ja, für wen?

Vielen Dank, Frau Siebler, für die Organisation und vielen Dank, Herr Hirsch, für Ihren mitreißenden Vortrag. Ein einziger Wermutstropfen bleibt: Digitale Vorträge sind zwar gut, aber live und direkt ist einfach besser. Also bis zum nächsten Mal! (Hn)

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