„Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie“ versprach Präsident Kevin am letzten Montag bei der feierlichen Eröffnung von Schule als Staat 2017, als ihm Herr Zakrzewski symbolisch den Schlüssel der Schule übergab. Das Gymnasium in seiner alten Form hatte ab jetzt geschlossen, an seine Stelle war der neue Staat „Glemstown“ getreten. Eine Woche ging los, die man im Schulzentrum so schnell nicht vergessen wird! Vor allem der Tag des offenen Staates, „Glemstown open“ am Mittwoch (25. Jan. 2017), war ein großer Erfolg. 850 Besucher hatten die Gänge des Gymnasium gefüllt, unter ihnen Eltern und Verwandte von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums, aber auch Schüler anderer Ditzinger Schulen.

Sie alle hatten ein Visum erworben und Euros gegen DitCoin, der offiziellen Währung von Schule als Staat 2017, eingetauscht. Sie hatten Crepes oder Wraps gegessen, Eis geschleckt, Cocktails oder Tee getrunken und Buttons, Wollmützen oder Andenken aus Holz gekauft. Man informierte sich in den „Glemsnews“ über aktuellen Klatsch und Tratsch oder Politik im Staat oder lauschte den spannenden Debatten in der öffentlichen Parlamentssitzung etwa zur „Rente ab 16“ und schaute begeistert dem Improtheater bei einer neuen Aufführung zu.

In dem Projekt, das sich laut Direktor Zakrzewski durch seine Vielfalt kulinarischer Angebote, kultureller Ereignisse und handwerklicher Produkte auszeichnete, hatten Schülerinnen und Schüler, Kollegium und Eltern mit „großer Freude und großem Engagement“ zusammengearbeitet. Jeder Schüler konnte als Bürger von Glemstown lernen, wie durch Wahlen oder im Parlament Politik „gemacht“ wird, wie die Betriebsleitung eine Firma organisiert oder wie man im Angestelltenverhältnis zu deren Erfolg beiträgt.

So hat Schule als Staat 2017 allen einen Gewinn gebracht – und dass am Ende noch ein Überschuss herauskam, der anderen Projekten am Gymnasium zu Gute kommen oder gespendet werden soll, umso besser.

Kein Wunder, dass am letzten Tag der Applaus donnerte, als der scheidende Präsident noch einmal die Riege der Minister und leitenden Angestellten vorstellte: Luise (Äußeres), Steffen (Umwelt), Sarah (Wirtschaft), Elena (Inneres), Philipp (Finanzen), dazu Pia (WKD), Simon (Bank) und Maurice (Zoll). Nicht weniger wurde beim Team der begleitenden Lehrer geklatscht: Herr Lämmle (Finanzen, Geheimdienst), Herr Hanstein (Politik, Inneres), Herr Bochert (Wirtschaft) und Herr Köster (Technik, Parlament) – nur Herrn Kühn und Frau Burke sowie das ganze Team der Spülakademie hätte man gerne noch auf der Bühne gesehen. Sie waren die heimlichen Helden von Schule als Staat 2017, die alle mit ihrem Einsatz das Projekt erst möglich gemacht hatten.

So endete es, wie es begann: Kevin übergab Herrn Zakrzewski wieder den goldenen Schlüssel des Gymnasiums, der Unterstufenchor sang die eigens verfasste Hymne „Glemstown voller Freude“, und Schüler und Lehrer gingen erschöpft, aber um viele wertvolle Erfahrungen reicher in das Wochenende. Oder aber, wie es ein Augenzeuge am Freitag formulierte: „Kopf leer, die Woche war ein Schlag auf Schlag der Ereignisse – oder: leider geil … “

M. Hanstein