Was die Chortage des GGD auszeichnet? „Intensives Arbeiten bei maximalem Spaß “, so Daniel Nötzold, der auch als Abiturient noch dabei war, als vom 17.-19. September 2018 alle ChorsängerInnen, Theatermitglieder und Teilnehmer der Technik-AG ins Kloster Ochsenhausen fuhren, um intensiv für die nächsten Auftritte zu proben.

Auf „das Miteinander der Klassenstufen sechs bis zwölf, den Umgang von Groß mit Klein und Klein mit Groß sowie ein wundervolles Ambiente“, darauf freut sich Musiklehrerin Dorothee Hetzer bei den Chortagen. Sie probte mit Frau Altenhof für das Musical „Die drei Fragezeichen: Musikdiebe“, das bereits am 24. / 25.Oktober 2018 auf die Bühne des GGD kommt. Dafür wurden Stücke mit dem gesamten Chor, Solo-Passagen und Choreografien entwickelt. Eine schöne, lustige, aber auch anstrengende Arbeit, die mit viel gemeinsamem Musizieren und Spaß verbunden ist. Begleitet wird der Chor stets von der Technik-AG, die Mikrofon- und Lichtpläne für den Auftritt erstellt und das Abendprogramm organisiert. So gab es auch diesmal eine Nachwanderung und natürlich den legendären Karaoke-Abend.
Der Mittel- und Oberstufenchor bereitet unter der Leitung von Frau Wagner-Lutz und Herrn Brost das Weihnachtsoratorium (BWV 248) für das Weihnachtskonzert am 13. Dezember 2018 vor, das wie immer in Kooperation mit dem Orchester der Jugendmusikschule unter der Leitung von Herrn Frank aufgeführt wird. Neben Stimm- und Tutti-Proben investieren die Chorleiter auch viel Zeit darin, Bachs Werk mit den SängerInnen zu diskutieren und dessen Hintergründe zu verstehen. Ob der Ausdruck Chor-„Freitzeit“ hier noch passend ist?
Während sich alle anderen mit Musik beschäftigen, geht es bei der Theater AG von Frau Krüger um Übungen zur Bühnenpräsenz und Ausdrucksweise von Emotionen. Sie fließen in ihr neues, selbstverfasstes Theaterstück mit ein, bei dem der Fokus auf Rollenprofilen, Szenenideen und Improvisation liegt. Dies erfordert auch das ein oder andere Mal, dass die jungen Schauspieler ihre Hemmungen überwinden, um etwa Wut auszudrücken.
Wenn die SchülerInnen nicht gerade essen, singen, proben oder Liegestützen machen, da sie zu spät zur Probe gekommen sind, verbringen sie ihre Zeit mit Freunden, lernen neue Menschen besser kennen und lachen gemeinsam. Gemeinschaft wird dabei stets groß geschrieben.
Dies zeigt sich auch bei dem traditionellen Abendprogramm, das, wie bereits erwähnt, von der Technik AG auf die Beine gestellt wird. Am Montagabend versammelten sich alle SchülerInnen zur Nachtwanderung. Zuvor zeigte die Technik AG, was sie kann, und sorgte mit einer gruseligen Geschichte für eine düstere Stimmung. Es hieß, der Abt von Ochsenhausen spuke mit seinen Mönchen umher und räche sich an jedem, der in sein Kloster eindringe. Hand in Hand schlichen alle durch den Wald, um sich gegenseitig zu unterstützen, und bemühten sich, nicht über die eigenen Füße, Brennnesseln, Wurzeln oder Frösche zu stolpern. Höhepunkt war schließlich ein langer, dunkler Weg, den alle alleine bzw. zu zweit meistern mussten. Natürlich wurde niemand – auch kein Lehrer - verschont und gnadenlos erschreckt. Umso froher waren alle, den Pfad gemeistert zu haben und sich wieder auf den Weg ins warme Kloster machen zu dürfen.
Auch am Dienstagabend war für ausreichend Unterhaltung gesorgt: Der bekannte Spieleabend. Nachdem alle altersgemischten Gruppen den Gordischen Knoten gelöst hatten und lange Kleiderketten gebildet wurden, folgte der Teil des Abends, auf den alle gewartet hatten: Der Geschlechtertausch. Dabei stolzierten Jungs auf einmal mit langen Haaren, Oberweite, viel Make-up sowie Frauen-Kleidung umher, Schülerinnen tauchten nach einem schnellen Make-Over mit kurzen Haaren, Bart und weiten Klamotten auf die Bühne. Dort standen plötzlich auch ein paar neue Lehrer: Herr Hetzer, Frau Hanstein und Frau Brost, wobei letztere das zweite Mal in Folge gewann. Anschließend fand – da alle noch nicht genug gesungen hatten - der Karaoke-Abend statt, bei dem man von „What about us“ über „Dancing Queen“ bis „Hallelujah“ alles zu hören bekam.
Vor der Abreise am Mittwochvormittag besuchten alle die Kirche St. Georg, um dort ein letztes Mal das barocke Ambiente und den Chorklang zu genießen. Die abschließenden Worte von Frau Wagner-Lutz zeigten erneut, wie viel Leidenschaft und Herz hinter den Chortagen steckt.
Ein großes Danke geht an die Musiklehrer Frau Hetzer, Frau Altenhof, Frau Wagner-Lutz und Herrn Brost, die jedes Jahr aufs Neue den Stress auf sich nehmen, SchülerInnen Kunst und Musik auf eine ganz andere Weise zu vermitteln. Ein weiteres Dankeschön gilt Frau Weiser und Herrn Hanstein, die der Chorleitung den Rücken freihielten und den Chor kräftig unterstützten. Vielen Dank an Frau Krüger für die lebensfrohen Übungen und den Spaß, den die Schülerinnen dabei hatten. Ein weiteres Danke an die Technik AG (nicht nur!) für die Abendgestaltung und an alle SchülerInnen für ihre konzentrierte Arbeit. Bis zum nächsten Mal!
(Sophie W., Jg 1)

... und hier noch ein paar Bilder:

Gleich geht's los

Hauptgebäude

Probe im Mittel- und Oberstufenchor

Klosterkirche

Nachtwanderung

Karaoke

Flügel

Der Unterstufen-Chor probt

Ein letztes (musikalisches) Innehalten in der Kirche