Am Freitag, den 12.10.2012 besuchte eine Projektgruppe der Elterninitiative f.ü.r. die Klasse 7c des Gymnasiums, um das Thema Gewaltprävention auf möglichst kreative und abwechslungsreiche Art und Weise in drei Schulstunden zu behandeln.

Ziel des Projektes ist es, destruktives Verhalten abzubauen, die Klassengemeinschaft zu stärken und Werte wie Respekt, Achtung und Nächstenliebe zu vermitteln. Dazu gehört, dass die Schülerinnen und Schüler für verschiedene Gewaltformen (verbal, psychisch, körperlich) sensibilisiert werden, sie Zivilcourage entwickeln und ein positives Selbstverständnis gefördert wird („Toleranz muss man sich leisten können.“). Außerdem wird darauf eingegangen, wie man mit Wut umgeht, und die Begriffe „Petzen“ und „Streber“ werden beleuchtet.

Die Projektmitarbeiter verdeutlichen dies durch spielerische Übungen und machen Mut, bedachter sowie friedfertiger zu handeln. So werden Fallbeispiele inszeniert, bei denen die Schülerinnen und Schüler mitwirken und erkennen, wie sie verändernd auf Situationen einwirken können. Anhand eines Fragebogens mit Ampel haben sie die Möglichkeit, Gewalt in einer fiktiven Situation zu bewerten. Durch das Knüpfen eines Netzes soll veranschaulicht werden, dass ermutigende Worte einander verbinden und eine Person sogar tragen können. So entsteht Anerkennung und Respekt.

Für die Klasse 7c war es ein kurzweiliger Morgen, denn die vielfältigen methodischen Ansätze, die häufigen Personen- und Szenenwechsel führten zu einer hohen Motivation. Beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von der offenen, ehrlichen Art und den konkreten persönlichen Beiträgen der Projektmitarbeiter sowie den guten Themen und deren ausführlicher Behandlung. Nicht zuletzt haben auch die schauspielerischen Einlagen alle begeistert.

In den Kleingruppen konnte jeder seine Meinung sagen und anschließend durfte man die Ergebnisse vortragen oder vorspielen. Die Themen der Gruppen und die gefassten Beschlüsse hängen nun im Klassenzimmer aus und bleiben sicherlich nicht ohne Auswirkungen:

Wir haben beschlossen, nett und freundlich miteinander zu reden.
Wir haben beschlossen, dass wir zusammenhalten und füreinander da sind.
Wir haben beschlossen, zu allen offen zu sein, nicht durch Worte auszugrenzen, alle gleich zu behandeln.

D. Hetzer, Klassenlehrerin