Nachdem auf der Busfahrt aus drei verschiedenen Boxen unterschiedlich schlimme Musik tönte, wurden jene für die restliche Woche verboten. Ein erster Erfolg für Berlin!
Weitere positive Überraschungen waren das Wetter, die Führung in Hohenschönhausen mit Zeitzeugen aus der ehemaligen DDR, das neue Museum mit dem Vergleich zwischen China und Ägypten, wobei in diesem die Zeit zu kurz war. Außerdem ist unser wundervoller Busfahrer zu erwähnen.
Nach der Ankunft in Berlin bestiegen wir sofort die Kuppel und genossen im sanften Nieselregen die großartige Aussicht. Danach erkundete man noch ein wenig das Regierungsviertel und so manche/r Schüler/in stand vor dem Brandenburger Tor, ohne es zu sehen.

Auf dem Weg nach Hohenschönhausen wurde ein Handy in der S-Bahn liegengelassen, schon allein das ist ein Wunder, aber ein noch größeres Wunder ist, dass es auch wieder zu seinem/r Besitzer/in zurückkehrte. Ein Hoch auf die lieben Berliner (die auch gut schmecken XD)! Die Führungen in Hohenschönhausen, einem ehemaligen Gefängnis der Staatssicherheit, waren dann von einer starken Interaktion zwischen den Zeitzeugen und den Schülern geprägt, was einen sehr positiven Eindruck hinterließ.
Die Selfietour, die die Lehrer zur Kontrolle der Schüler organisiert hatten, zauberte manch (grimmiges) Lächeln in die Gesichter der Schüler. Trotz allem war es ein Spaß, die gestellten Aufgaben, zum Beispiel ein Bild mit Frau Merkel zu machen, auf möglichst kreative Weise zu lösen.
Der gemeinsame Theaterbesuch stellte sich als Musical heraus. „Linie 1“ wurde schon über 1000 Mal aufgeführt, aber das schmälerte nicht die hervorragende Darbietung. Allerdings hatten die Leute auf den billigen Plätzen keine so gute Sicht und danach ein kaputtes Ohr. Zu Herr Hofs Leidwesen wurde das sehr romantische Ende nur durch einen Theaterkuss gekrönt…
Selbst der Fakt, dass ein/e Schüler/in vorzeitig nach Hause entlassen werden musste, tat der guten Laune keinen Abbruch.

Zum Schluss noch ein paar Fun-Facts. Das Geld, das in Berlin benötigt wird. Wer sich nur dreimal warm ernährt und ansonsten von Chips, trockenen Brötchen, Luft und Liebe lebt, kommt auch mit 50€ durch die Woche. Und anscheinend ist es in Berlin eines der größten Verbrechen, sich auf den Boden zu setzen. Dies war zumindest im Bundestag, wo wir mehr Zeit mit Warten als mit Programm verbrachten, nicht gern gesehen.

Mika A., Jule B., Lars M.