Unser Projekt "BliK- Berufe live im Klassenzimmer" gibt es seit dem Jahr 1998. Seitdem gründen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ditzingen eine Schülerfirma und versuchen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln und zu vermarkten.

Nach der Anfangsphase wurde das Projekt sieben Jahre lang von allen 11. Klassen durchgeführt und durch Sponsoren finanziert. Seit 2009 ist das BliK-Projekt ein freiwilliges Angebot für Schülerinnen und Schüler (anfangs nur für Klassenstufe 10, ab 2012/13 für Klasse 9-11), die das Startkapital über den Verkauf von Anteilsscheinen aufbauen müssen und dementsprechend auch ihren Anteilsscheineignerinnen und -eignern Rechenschaft schuldig sind. Die gute Tradition, Überschüsse am Schuljahresende zu spenden, blieb dabei erhalten. Im Schuljahr 2011/12 wurde das Projekt ausgesetzt, da es nicht mehr ausreichend viele interessierte Schülerinnen und Schüler in den 10. Klassen gab.

Im Schuljahr 2012/13 gibt es erfreulicherweise wieder ein Projekt mit 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Firma "Glemsauer" plant die Herstellung eines Spiels. Näheres auch unter http://www.facebook.com/TeachersFault. Bei Interesse erreichen Sie die Geschäftsführung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Im Schuljahr 2010/11 brachten die Teilnehmer/innen aus allen 10. Klassen mit der Firma PicPocket ein besonderes Mäppchen mit aufgenähter Folie, in die man Notizen, Die PicPocket-Mäppchen des Blik-Projekts 2010-11Stundenpläne und Bilder stecken kann, auf den Markt.
Da bei diesem Produkt eine hohe Vorfinanzierung nötig war, musste ein Kredit aufgenommen werden. Hier hat sich die Volksbank Strohgäu als unser Bildungspartner außerordentlich engagiert, worüber wir sehr dankbar sind. Die Geschäftsführung musste ein vollständiges Firmenportfolio mit Kalkulationen, Marktforschungsberichten usw. vorlegen, um einen Kredit zu erhalten, dessen Summe so hoch war, dass sie unserem Vorstandsvorsitzenden einige schlaflose Nächte bereitet hat. Sowohl während des Verlaufs des Projekts als auch bei den Hauptversammlungen war die Beratung durch die Volksbank sehr hilfreich.

Ein ebenso hilfreicher wie zuverlässiger Partner unseres BliK Projekts ist Herr Hans-Joachim Oettinger (Fa. Oettinger und Partner), der jedes Jahr die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr gut in die Grundlagen der Betriebswirtschaft und des Unternehmertums einführt und auch danach immer wieder geduldig unsere Fragen beantwortet.

Als kleines "Sonderprojekt" hatten die Teilnehmer/innen im Jahr 2010/11 die Gelegenheit, für den Sonderteil "Wirtschaft kinderleicht" der "Welt am Sonntag" ein Interview mit Nicola Leibinger-Kammüller zu führen, das am Sonntag 19.12. veröffentlicht wurde und hier nachzulesen ist oder hier heruntergeladen werden kann (unser Interview findet sich auf der Doppelseite genau in der Mitte).

Da bei der letzten Hauptversammlung unsere Anteilsscheineigner auf eine Rückzahlung ihrer Anteile verzichtet haben, konnten wir wie bei der HAuptversammlung besprochen einen Betrag von €500.- an das Projekt "Schenke eine Ziege" spenden, das in Uganda Familien mit Kindern unterstützt und eine Schule aufbaut. Einen kleineren Betrag hat das kommende BliK-Projekt als Anschubfinanzierung bekommen.

Unser Projekt hat inzwischen nichts mehr mit dem Projekt des Vereins BliK e.V. zu tun, bei dem Schülerinnen und Schüler in der Berufswahl unterstützt werden und dazu z.B. über das Internet Kontakt mit Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen usw. aufnehmen können.


Im Schuljahr 2009/10 wurde das Projekt als AG im Rahmen des JUNIOR-Programms der Institut der deutschen Wirtschaft Köln JUNiOR gGmbH durchgeführt. Wegen der großen Teilnehmerzahl in Doppeljahrgang gab es zwei Firmen:

  • Die Firma DiFashion kümmerte sich um neue Schul-T-Shirts,
  • das K-Team versuchte einen pfiffigen Thermobecher auf den Markt zu bringen.

Im Schuljahr 2008/09 wurden diese Produkte hergestellt und vermarktet:

  • 11a: Jahrbuch "DurchBliK"
  • 11b: robustes Mäppchen aus Metall
  • 11c: Formelsammlung "DurchBliK"

Schuljahr 2007/08:

  • 11a: ??
  • 11b: ??
  • 11c: die Uhr "BliKtime"

Schuljahr 2006/07:

  • 11a Jahrbuch "Der Überblik"
  • 11b "Toca - Teachers on Cards", ein Kartenspiel mit Lehrerfotos

Schuljahr 2004/05:

  • Klasse 11c: Polygeo - Das Geodreieck der neuen Generation
  • 11a und 11b: Der Event für Jugendliche

Schuljahr 2002/03:

  • Klasse 11a, Firma eleven@blik: Jahrbuch "AugenBliKe"

Schuljahr 2001/02:

  • Klasse 11a "Durchblik - Das Ditzinger Jugendmagazin"

Schuljahr 2000/2001:

  • Klasse 11a: Tischuhr
  • Klassen 11b und 11c: ein Lehrerquartett und ein Stiftständer.

Schuljahr 1999/2000:

  • 11a , Firma "Eleven": "Der Bücherheld, der Bücher hält"

Schuljahr 1998/99:

  • zwölf Schüler/innen der Klasse 11a, Firma "TReyeGY": CD-Ständer aus Edelstahl

Wer etwas über die hier nicht erwähnten Projekte weiß: Bitte Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


 

Dieser Artikel stammt aus den Anfängen des Projekts:

Umsetzung eines Projekts am Gymnasium in der Glemsaue Ditzingen

Als 1998 der Ausbildungsleiter der Firma TRUMPF, Herr Andreas Schneider an unser Gymnasium mit der Idee einer Zusammenarbeit herantrat, konnte niemand ahnen, welcher Erfolg dieser Kooperation beschieden sein wird. Ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen stammend, wurde uns das Konzept von BliK - Berufe live im Klassenzimmer - auf einer Gesamtlehrerkonferenz in den Räumen der Firma TRUMPF vorgestellt. Über eine Videokonferenzschaltung war uns der Initiator, Herr Norbert Braun von der DaimlerChrysler LenkungsGmbH, aus Düsseldorf zugeschaltet. So konnte es nicht ausbleiben, dass die Umsetzung der BliK-Idee im Lehrerkollegium des Gymnasiums große Unterstützung fand.

Welche Ziele können mit BliK an einem Gymnasium verfolgt werden?

* bessere Vorbereitung der Schüler/innen auf Ausbildung und Beruf
* Verbesserung der ökonomischen Bildung in der Schule
* Förderung des sozialen Lernens
* Förderung von Schlüsselqualifikationen wie Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit
* praxisnahe Behandlung von Lehrplaninhalten, z. B. Bewerbung
* Orientierung der Schüler/innen auf eine selbstständige Tätigkeit
* Projektarbeit mit größtmöglichen Ernstcharakter

Aus organisatorischen Gründen wurden im ersten Jahr die zwölf Schüler/innen der Klasse 11a für das Projekt ausgewählt. Unter Leitung ihrer Lehrerin Barbara Graf gründeten die Schüler/innen zusammen mit Auszubildenden der Firma TRUMPF eine eigene Firma. Diese wurde beim Gewerbeamt unter dem Namen "TReyeGY" angemeldet. Geschäftsführung, Rechnungswesen und Vertrieb lagen in den Händen der Schüler/innen. Die Auszubildenden waren verantwortlich für die Realisierbarkeit und die Produktion. Die Pläne für das Produkt - ein CD-Ständer aus Edelstahl - wurden im Unterricht entwickelt, per Videokonferenz an die Auszubildenden der Firma TRUMPF übermittelt und von diesen dann konkretisiert. Bis zu den Pfingstferien wurde das Produkt in einer Serie von 100 Stück im normalen Fertigungsablauf bei TRUMPF produziert und anschließend von den Schülern verkauft.

Nach diesem erfolgsversprechenden Beginn wurde die Fortführung des BliK-Projekts zwischen TRUMPF und dem Gymnasium in der Glemsaue vereinbart. Da beide 11er-Klassen an einer Mitarbeit interessiert waren, wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, in dem sich eine Klasse über eine Produktidee und deren Vorstellung qualifizieren konnte. Die Entscheidung fiel zugunsten der Klasse 11a aus, deren 28 Schüler/innen die Firma "Eleven" gründeten. Die Projektarbeit wurde aus dem regulären Unterricht genommen und in zwei Projektwochen zusammengefasst. In bewährter Zusammenarbeit mit den Auszubildenden der Firma TRUMPF und unter der Projektleitung von Frau Graf und Frau Zwerenz (TRUMPF) wurde bis Weihnachten ein Prototyp einer originellen Bücherstütze entwickelt. Vorgestellt wurde die Bücherstütze unter dem Slogan "Der Bücherheld, der Bücher hält" auch auf der Messe "NewCome" am 3. und 4. Dezember 1999, zu deren Teilnahme das Kultusministerium die Schulen ermuntert hatte. Gekrönt wurde der große Erfolg des "Bücherhelden", zu dessen Produktion noch die Firma CEM in Höfingen gewonnen wurde, durch einen Bericht in der Landesschau.

Ausgezeichnet wurde das Gymnasium in der Glemsaue im Jahre 2000 auch für sein innovatives Engagement im Projekt "Berufe live im Klassenzimmer" vom SPD-Kreisverband Ludwigsburg mit dem Karl-Mommer-Preis. Gestärkt durch die Erfahrungen der ersten beiden Jahre, erweiterten wir im Schuljahr 2000/01 unser Projekt und boten allen drei Klassen der Stufe 11 eine Teilnahme an. Jedoch mussten sie zuerst ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen, die in einem Assessment Center getestet wurde. Die erste Projektwoche stand unter dem Thema "Theorie und Praxis einer Firma". Sie begann mit einem Vortrag über den Aufbau eines Unternehmens durch zwei Vertreterinnen der Firma TRUMPF mit anschließendem Planspiel. Nachdem die Theorie auf die Klassen übertragen und die einzelnen Abteilungen eingerichtet waren, gründete jede Klassen ihre eigene Firma. Ziel der ersten Woche war die Fertigstellung eines Prototyps.

Unterbrochen wurde diese Woche durch den Besuch des Präsidenten des Oberschulamtes Stuttgart Manfred Hahl und des Oberbürgermeisters der Stadt Ditzingen Michael Makurath, denen die Schülerfirmen den Stand ihrer Arbeiten vorstellen konnten.

Für Anfang März wurden die Schülerfirmen des Gymnasiums wieder zur Messe "NewCome" eingeladen. Dabei konnten einige Schüler an einem vom Landesgewerbeamt veranstalteten Messevorbereitungsseminar teilnehmen. Alle drei Firmen hatten es trotz eines engen Zeitplanes bis zur "NewCome" geschafft, Prototypen ihrer Produkte fertig zu stellen: eine Tischuhr, ein Lehrerquartett und einen Stiftständer.

Eingeleitet durch eine mehrwöchige Anzeigenkampagne im Ditzinger Anzeiger, präsentierte die Werbeabteilung der Klasse 11a ihre "Designer-Uhr" Ende März in den Räumen der Stadtbücherei der Ditzinger Bevölkerung. Diese sehr abwechslungsreich gestaltete Veranstaltung muss ebenfalls als voller Erfolg gewertet werden.

Auch in diesem Schuljahr werden die Klassen in einer zweiten Projektwoche Mitte Mai in der Produktion mitarbeiten und sich um Versand und Rechnungswesen kümmern müssen. Weiter ist ein Workshop zum Thema "Bewerbungsgespräche" geplant.

Durch die Beteiligung dreier Klassen kam auf die Schüler/innen eine neue Situation zu: einzelne Abteilungen mussten firmenübergreifend zusammenarbeiten (Dokumentation / Vorbereitung der NewCome), während die Klassen beim Verkauf in direkter Konkurrenz zueinander auftreten werden. Auch der Kreis der Firmen, die als Partnerfirmen unsere Arbeit unterstützen, hat sich in diesem Jahr deutlich vergrößert. Außer durch die Firma TRUMPF erhalten wir sehr großzügige Unterstützung durch die Firmen CEM in Höfingen, Krieg in Weilimdorf, Ehrler-Druck in Ditzingen. Bei ihnen allen wollen wir uns ganz herzlich bedanken, denn ohne ihre Hilfe wäre unser Projekt nicht realisierbar.