Religion/Ethik

Die Faschschaft Religion/ Ethik organisiert im Rahmen der Poolstunden das Sozialprojekt der 9. Klassen und auch weitere Projekte:

In Klasse 8 wird schon seit mehreren Jahren im Rahmen des Unterrichts ein „Islamprojekt" durchgeführt. Dabei lernen die Schüler/innen eine andere (Welt-) Religion kennen durch die Begegnung mit jungen Muslimen des „Vereins für interkulturellen Dialog". Diese kommen für einen Nachmittag in die Schule, einen Vormittag verbringen die Schüler/innen in einer Moschee. Die interreligiöse Begegnung soll die Schüler/innen befähigen, eigene Überzeugungen zu reflektieren und Vorurteile zu überwinden.

Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar, gibt es jedes Jahr eine passende Veranstaltung.

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 nehmen jedes Jahr zum Jahrestag des Kreigsendes (8. Mai) an der Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Mauthausen in Österreich teil.

Gegen Schuljahresende haben Oberstufenschüler/innen die Gelegenheit, gemeinsam im Kloster Triefenstein ein Wochenende lang den Lebensentwurf der dort lebenden Brüder kennen zu lernen.

Für viele Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 war ein Kloster vor dem viertägigen Aufenthalt in Triefenstein eher etwas Veraltetes, das man aus dem Geschichts- oder Religionsunterricht kannte. Gerade deshalb war es umso spannender, bei den Brüdern der Christusträger zu Gast zu sein und unsere Vorstellungen und auch Vorurteile auf den Prüfstand zu stellen.

Vom 12. bis zum 15. Juli 2017 waren 28 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 mit Frau Kuhn und Herrn Bochert im Kloster Triefenstein bei Würzburg. 3 Tage wurde im Rhythmus des Klosters gearbeitet, den Stundengebeten beigewohnt und entsprechend früh aufgestanden. Dazu gab es inhaltliche Impulse durch die begleitenden Lehrkräfte. Nach den Tagen äußerten sich Schülerinnen und Schüler über die Zeit:

"Aus Triefenstein nehme ich mit…

  • dass ich mir mehr Zeit für mich selbst nehmen sollte, denn das Nachdenken über das eigene Leben tut sehr gut und hat mir geholfen Klarheit zu schaffen.
  • dass ich viele wertvolle Gespräche über meine Zukunft hatte. Außerdem sollte ich noch öfter das schätzen, was ich habe.
  • dass man den Glauben auf viele verschiedene Weisen leben kann. Außerdem habe ich die Ruhe und Stille, aber auch die Abende als Gemeinschaft genossen.
  • Freundschaften mit Schülern, die man davor nicht so gut kannte·
  • Dadurch, dass man sich viel mit sich selbst beschäftigte, kam ich auch zu neuen Erkenntnissen über mich.
  • die unglaublich familiäre Atmosphäre zwischen allen, viele gute Gedanken und Erfahrungen durch die Impulse und die Zeit für sich selbst.
  • Ich war in diesen drei Tagen entspannt und ausgeglichen wie selten zuvor. Auch wenn ich mit Religion nichts anfangen kann, sind die Gebete als Fixpunkte im Tagesverlauf eine tolle Erfahrung.
  • Mir wurde klarer, was ich will, für was ich stehe und mit wem ich meinen Weg gehen will. Ich habe mich mit meinem Charakter, mit meinen Vorstellungen, Wünschen und Werten beschäftigt.
  • Die Gespräche mit den Brüdern waren toll und spannend. Man konnte einiges mitnehmen. Außerdem war es spannend eine andere Lebensart kennen zu lernen. Vieles was besser als ich erwartet hatte."

Matthias Bochert

Am Wochenende vom 5.5.-7.5.2017 durften 21 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse mit Herrn Bochert in das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen nach Österreich fahren.
Für jeden von uns war mit Sicherheit der Rundgang im Konzentrationslager der prägendste und ergreifendste Moment des ganzen Wochenendes, was vor allem durch die Schilderungen unseres Guides ermöglicht wurde. Uns wurde sehr genau und dadurch eindrücklich beschrieben, unter welchen Bedingungen die Häftlinge dort leben mussten. Es war ganz und gar etwas anderes, in den Baracken und Gebäuden zu stehen, in denen so viel Leid erlebt werden musste, als das nur durch den Geschichtsunterricht zu erfahren.
Anschließend trafen wir auf die Zeitzeugin Anna Hackl, welche uns ihre Geschichte der Aufnahme zweier fliehender Häftlinge in dem Hof ihrer Familie vortrug.
Am Sonntag den 7.5. fand auf dem ehemaligen Lagergelände in Anwesenheit der österreichischen Regierung und tausender Besucher die Befreiungsfeier statt, die jährlich Anfang Mai gefeiert wird. Im Mittelpunkt stehen die zahlreichen Nationen, die an den schlimmen Ereignissen von 1938-1945 mit Opfern beteiligt waren. Einige Schülerinnen und Schüler von uns hatten die Ehre, als Teil der deutschen Delegation einen Blumenkranz zum Zeichen des Gedenkens niederzulegen.

Wir danken dem Mauthausen Komitee vom ganzen Herzen, da dieses uns die unvergessliche Fahrt ermöglichte.

 Tamara S.-G.

Immer nur Theorie ist doch langweilig, denkt sich der Ethik-Kurs des Abiturjahrgangs des Gymnasiums in der Glemsaue. Weihnachten naht, warum also, statt über philosophische Texte zu sprechen, nicht mal etwas Praktisches tun und irgendwie die Welt verbessern? Gesagt, getan. Schnell sind Ideen zu verschiedenen Projekten entwickelt, und wir einigen uns schließlich auf zwei davon: Flüchtlingshilfe und Umweltschutz.

Noch ein Jahr bis zum Abitur, einem Ereignis, dem man mit gemischten Gefühlen entgegenfiebert. 12 Jahre Schule (endlich) vorbei, aber was nun?
Mit dieser Frage im Gepäck machten sich 25 Schülerinnen und Schüler der JG1, unterstützt von Frau Stark und Herrn Bochert, auf den Weg ins Kloster Triefenstein bei Würzburg. Während wir den Brüdern der Christusträgerschaft beim Arbeiten unter die Arme griffen und einen Einblick in deren tägliches Leben gewannen, bot sich uns die Möglichkeit, in einigen ruhigen Momenten auf dem weitläufigen Klostergelände intensiv über uns selbst, unsere Wünsche und unsere Zukunft nachzudenken.
Wir empfehlen allen folgenden Jahrgängen, diese Chance zu nutzen, denn wir hatten eine wunderbare Zeit und sind alle über uns hinausgewachsen!

Layra M. D. & Jennifer L., JG1

Eine grüne Landschaft mit vielen zarten Blumen. Martialische Waffen und Männer in mittelalterlichen Rüstungen: schlafend, staunend, sich abwendend auf dieser Blümchenwiese. Und dann noch mittendrin ein leicht bekleideter Mann mit rotem Umhang: Diese seltsame Kombination ist Teil des Ehninger Altars (15.Jahrhundert), den man in der Staatsgalerie Stuttgart besichtigen kann. Dargestellt wird die Auferstehung Jesu. Im Rahmen einer GFS zum Thema Jesus in der bildenden Kunst hat sich der Kurs katholische Religion der J1 vor Ort intensiv mit dem Bild beschäftigt.
Vor allem in dem Verhalten der Männer gegenüber der Auferstehung haben wir uns wiedergefunden. So ist die Auferstehung Jesu auch für uns heute noch aktuell.

Vera G., Adiam K., J1