Nach den Podiumsdiskussion zur Landtags- und Bundestagswahl in den Jahren 2016 und 2017 fand am 10. April 2019 auch eine Veranstaltung zur Europawahl statt. Wie zuvor war alles bereit: Kandidaten für das Europa-Parlament und ein interessiertes Publikum aus vielen Schülern.

Doch bis es hierzu kam, ein Blick zurück. Zusammen mit Joris Drüppel, Schüler der Jahrgangsstufe 2 am GGD, setzte die Fachschaft Gemeinschaftskunde des GGD wieder alle Hebel in Bewegung, um die Podiumsdiskussion zu organisieren. Wie immer waren Vertreter aller großen deutschen Parteien eingeladen. Außer Dominik Henning, dem Mitglied der AfD, waren Michael Bloss (Bündnis `90/Die Grünen), Jerome Brunelle (SPD), Theresia Lanig (CDU), Peter Schimke (Die Linke) und Stephan Seiter (FDP) der Einladung gefolgt.
Bereits im Vorfeld wurden in allen Gk-Klassen Schüler-Fragen erarbeitet. Natürlich konnten auch während der Veranstaltung noch Fragen eingereicht werden. Hierzu gab es wie immer eine Jury, die aus Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 2 bestand, die von der Gk-Lehrerin Frau Munz verstärkt wurden.
Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Rektor Dr. Felix Stadtfeld, Joris Drüppel und Herrn Dr. Hanstein, der wieder die Moderation übernahm, ging es auch schon los.
Bereits die erste Frage zum neuen Urheberrecht machte deutlich, dass sich viele Jugendliche für Politik interessieren. So hatte es nämlich gerade von jungen Leuten Kritik an der neuen Regelung gegeben, die jedoch in den Abstimmungen der EU-Organe nicht aufgenommen worden sei: "Haben Sie keine Sorge, Menschen, die zum allerersten Mal wählen dürfen, als Wähler zu verlieren?"
Hier wie in den folgenden Fragen wurde deutlich, dass die anwesenden Politiker die steigende Beteiligung der Jugendlichen und deren Ansichten sehr schätzten und durchaus auch Kritik an einzelnen Gesetzen übten. Allerdings hätte man sich doch deutlichere "Kanten" gewünscht.
Auch das Thema Umweltschutz brannte dem Publikum auf den Nägeln. Jetzt bekam die Jury richtig zu tun und lenkte mit den eingereichten Fragen die Diskussion: "Was halten Sie von Friday for Future und speziell von Greta Thunberg?", "Was kann jeder Einzelne für den Umweltschutz tun", "Wie stehen Sie zu Schadstoff-Grenzwerten bei Autos?"
Weitere Fragen galten dem Brexit und in der Abschlussrunde legten die Politiker dar, wo sie die EU in 20 Jahren sehen. Hier wurde z.B. gewünscht, dass viele mit Überzeugung sagen können "Ich bin Europäer" oder dass sich die Europäische Union stärker für soziale Rechte einsetzt oder aber in eine föderale Struktur entwickelt.
Ingesamt also fast zwei Stunden Diskussion - die bei dem anschließenden, vom Förderverein dankenswerterweise gestiffteten Buffet mit den Politikern weiter erörtert werden konnten - zum Teil bis nach 21 Uhr (!), bevor sich die Anwesenden auf den Heimweg machten.
Vielen Dank an Joris, der den Stein ins Rollen gebracht hat, die Fachschaft Gk und die Jungen Europäischen Föderalisten - sie alle haben den Abend mit einer echten Teamleistung erst möglich gemacht. (Robin)