Am 9. Januar 2020 besuchte der Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger die Jahrgangsstufe 1 des GGD. Zuvor hatten die Kurse im Internet recherchiert und Fragen vorbereitet, die als Plakate im Flur hingen und während des Abgeordnetengesprächs als Präsentation visualisiert wurden wie z.B. „Fahren Sie Diesel oder Hybrid?“

Da Steffen Bilger nicht nur „normaler“ Wahlkreisabgeordneter, sondern gleichzeitig parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium ist, konnte er den Schülern Einblicke in viele verschiedene Themenbereiche geben. So beim Punkt Politik und Medien, einer nicht immer harmonischen Beziehung, bei der beide aufeinander angewiesen sind, denn Politiker brauchen Medien, um Inhalte ihrer Politik zu transportieren.
Viele Fragen galten natürlich der Verkehrspolitik. Dabei wurde gleich zu Beginn nach den Ursachen der hohen CO2-Emissionen im Verkehrssektor gefragt und danach, ob das Ziel von 1 Million Elektroautos bis Ende 2020 überhaupt zu erreichen sei. Damit war die Mobilität der Zukunft angesprochen. Hier plädierte Steffen Bilger dafür, diese technologieoffen anzugehen, was z.B. e-Autos, Wasserstoff oder auch den Verbrennungsmotor etwa mit synthetischen Kraftstoffen betrifft. Er selbst fahre bisher noch einen Hybrid, bald aber ein reines Elektroauto. Kritisch setzten sich die Schüler auch mit der mittlerweile verbotenen Autobahnmaut auseinander. 
Doch war das natürlich längst nicht alles: Weitere Fragen gab es zur AfD, zur Programmatik der CDU, zu Gewissensentscheidungen in der Politik, zur Flüchtlingskrise, zum Diesel-Skandal, zum Urheberrecht, zum Rezo-Video und natürlich zu Fridays for Futur. Wobei gerade die Umweltbewegung politischen Schwung in die Klimapolitik gebracht habe.
Viele Punkte also, denn auch das machte Steffen Bilger klar, bei denen es sich lohnt, sich politisch zu engagieren. (M. Hanstein)