„…so nun weißt du es, dass ich nicht wiederkomme…“. Mit diesen Zeilen beginnt ein Brief, der während der Schlacht in Stalingrad geschrieben wurde. Adressiert ist er an die Schwester Greta. Der namentlich nicht bekannte Soldat geht davon aus, dass er die nächsten Kriegstage nicht überleben wird und bittet daher seine Schwester, ihren Eltern diese traurige Nachricht zu überbringen.

„…wir hatten ein wirkliches trauriges Weihnachtsfest…“ Auch dieser Briefanfang stammt von einem deutschen Soldaten, der die Schlacht in Stalingrad erlebt hat. Er beschreibt ein Weihnachtsfest vor dem Hintergrund der Kämpfe an der Front.
Von August 1942 bis Februar 1943 kämpften deutsche Soldaten gegen russische Soldaten in Stalingrad, nachdem das Deutsche Reich im Juni 1941 die Sowjetunion überfallen hatte. Über 700 000 Soldaten, die meisten davon Russen, starben allein bei dieser Schlacht.
Anlässlich des Volkstrauertages haben Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9 sich mit diesem Geschehen auseinandergesetzt. Aus der Perspektive der Schwester und eines/einer Schülers*in heute haben sie Briefe verfasst, in denen sie das Grauen des Krieges thematisiert haben. Diese haben sie anlässlich der Feierstunde der Stadt Ditzingen in der Speyerer Kirche am 17.11.2019 vorgetragen, um an den Schrecken des Krieges zu erinnern und dazu aufzufordern, sich für den Frieden einzusetzen. (D.Setz / F.Zach)