Alle Wege führen nach Rom, heißt es. Nun haben es auch die Lateiner der Oberstufe geschafft, den Weg dorthin zu finden. Am 17. Mai 2012 ging die Reise los, die unter anderem auch zu Missmut bei denjenigen führte, die zuhause bleiben mussten. Nach einer etwas ruppigen Landung waren wir, d.h. Frau Stark und ihr Lateinkurs, in Rom angelangt. Wir fuhren zu unserem Hostel, das etwas außerhalb Roms lag, aber gut mit der Metro und dem Bus zu erreichen war.

Hostels sind häufig Orte, wo man interessante, aber auch spaßige Persönlichkeiten antreffen kann. Zum Beispiel einen Cherokee, der beinahe alle romanischen Sprachen sehr bruchstückhaft beherrscht und die Meinung vertritt, dass die Sprache den Menschen gehört und ihnen dienen sollte. Eine Philosophie, der so manche Lateinschüler zustimmen würden, wenn es mal wieder scheint, dass die lateinische Sprache gegen einen ist.

Am gleichen Abend fuhren wir noch ins Stadtzentrum, genauer gesagt zum Trevi-Brunnen und zur Spanischen Treppe. Die nächsten Tage hielten weitere Sehenswürdigkeiten bereit.

So besuchten wir am Freitag das Kolosseum und das Forum Romanum mitsamt dem Titusbogen und der Curia, dem früheren Sitz des Senats. Sowie die Piazza Navona, wo viele Künstler ihr Können dar- und feilbieten. Auf diesem Platz ist auch der Vierströmebrunnen zu finden, der in Dan Browns Roman Illuminati dazu missbraucht wird, einen Kardinal ertrinken zu lassen.

Während des nächsten Tages betrachteten wir den Circus Maximus oder besser gesagt das, was davon noch erkennbar ist. Dieser ist auch heute noch ein Ort, wo sich das Leben abspielt, früher durch zahlreiche billige und „unsittsame“ Vergnügen, heute als Ort zum Fußballspielen oder zum Lesen. Von dort gingen wir zum Fluss, der Rom prägte, dem Tiber. In diesem ist ein Grund für die Entstehung Roms zu finden, die Tiberinsel, die einen leichteren Weg bot den Tiber zu überqueren. Sie ging zudem als Ort der Heilung in die Geschichte Roms ein. So wurden dort zur Zeit der Pest die Kranken in „Quarantäne“ gebracht.

Danach führte uns unser Weg nach Norden, zum Pantheon, dem wohl für die Architektur bedeutendsten Gebäude Roms. Bekannt für seine 43 Meter hohe und lange Kuppel, diente das Pantheon vielen Architekten als Vorbild. So zum Beispiel Michelangelo, der die Kuppel für den Petersdom entwarf, die genau einen Meter kleiner als die des Pantheons ist. Diese besichtigten wir danach. Eine lange Schlange von Menschen prägte den Petersplatz, ein Anzeichen dafür, was Rom ist: eine Touristenstadt. Nach einiger Zeit und nach regelkonformem Ankleiden wurden wir eingelassen. Nun galt es, die Kuppel zu erklimmen, von wo aus man ganz Rom betrachten kann. Dem folgte die Besichtigung des Inneren, was sowohl den Baldachin über dem Grab Petri als auch die „Pieta“ Michelangelos einschloss.

Thomas (J2)