Am Freitag, den 03. Juni, trafen wir uns morgens um 7 Uhr auf dem Schulparkplatz, um uns auf den langen Weg nach Nîmes, Südfrankreich, zu machen. Die Busfahrt von ca. 11 Stunden ließ sich jedoch gut überstehen, da man sich mit Freunden unterhalten konnte, Musik gehört- und teilweise geschlafen wurde. Wir machten Pausen im Drei-Stunden-Takt und konnten uns so immer wieder ein wenig die Füße vertreten oder an den Raststätten einen Kakao oder Kaffee gönnen. Schnell erreichten wir so unser Ziel, und obwohl wir zuvor bereits Kontakt mit unseren Austauschpartnern aufgenommen hatten, breitete sich kurz vor der Ankunft am Busbahnhof der französischen Schule Nervosität und Respekt vor dem bevorstehenden Wochenende in der Gastfamilie aus. Jedoch ohne Grund, denn schon die Begrüßung verlief herzlich und – ganz auf französische Art – mit Küsschen auf jede Wange. Dann mussten wir uns für die nächsten zwei Tage von unseren deutschen Mitschülern verabschieden.

 Nachdem alle das Wochenende gut überstanden hatten, ob am Strand oder in der Stadt, gab es beim Treffen im Schulhof des Lycées unserer Austauschpartner natürlich viel über die vergangenen Tage zu berichten. Auch wenn die meisten an einem oder sogar an beiden Tagen etwas mit anderen Deutschen gemacht hatten, war doch die Erleichterung groß, wieder Deutsch sprechen zu können. Doch gleich ging es weiter in einen Aufenthaltsraum der Schule, in welchem wir noch einmal offiziell von den französischen Lehrern und mit Snack begrüßt wurden. Daraufhin gab es eine Führung durch das riesige Schulgelände, auf dem ca. 4000 Schüler unterrichtet werden. Am Nachmittag besichtigten wir mit unseren Lehrerinnen Frau Götz und Frau Seubert gemeinsam mit Mme Gravil die Innenstadt von Nîmes mit den Arenen, dem Jardin de la Fontaine, einem schönen Park, und dem Tour Magne, von welchen wir einen Ausblick über ganz Nîmes hatten. Später trafen wir uns wieder mit unseren Austauschpartnern im Lycée und verbrachten den Abend in unseren Familien.

Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Bus zuerst zum Paradou, einem Museum, in dem das typische Leben der Provence durch kleine Keramikfiguren dargestellt wurde, und lösten dort ein Rätsel mit verschiedenen Fragen dazu. Die glücklichen Gewinner durften sogar selbst kleine Figuren machen. Danach fuhren wir weiter nach Les Baux-de-Provence, einem kleinen Dorf auf einem Berg, welches zu den schönsten Städten Frankreichs gehört und diesen Titel auch wirklich verdient hatte. Dort bummelten wir und genossen die atemberaubende Aussicht, die sich uns den Hang hinunter bot.

Am Mittwoch wurden wir in Paare aufgeteilt und durften den Vormittag in verschieden Klassen des Lycées verbringen und beim Unterricht dabei sein. Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren Familien. Am letzten Tag vor unserer Abfahrt fuhren wir mit dem Bus nach Aigues-Mortes, einer berühmten Stadt der Region, in der wir bummeln und spazieren gehen konnten. Danach brachte uns der Bus weiter an den Strand in Grau-du-Roi, an dem wir ein Picknick machten und im Meer wateten. Baden war leider verboten. Zum Abschluss fuhren wir noch kurz nach Montpellier, der ältesten Universitätsstadt Frankreichs, und besichtigten diese. Zum letzten Mal für diesen Austausch trafen wir uns nachmittags mit unseren Austauschschülern im Foyer des Lycée und verbrachten unsere letzten Abende mit der Familie.

Am Freitagmorgen mussten wir uns dann leider von unseren Austauschpartnern und den Gastfamilien verabschieden und fuhren pünktlich um 7.30 Uhr los, zurück nach Ditzingen. Nach nochmals ungefähr 10 Stunden Fahrt trafen wir gesund, zufrieden und ein wenig traurig in Ditzingen ein.

Wir freuen uns schon auf Oktober, wenn die Franzosen zu uns nach Deutschland kommen werden!

 Vanessa N., Juliane K., Lisa ., Natalie E., Klasse 9