- der Gewölbekeller brennt

Jetzt, da der ganze Trubel der fünften Jahreszeit verflogen ist, ist genau der richtige Zeitpunkt noch einmal kurz zurückzublicken. Denn am 11.2., dem sogenannten „schmotzigen Donnerstag", fanden sich die drei Literatur und Theater-Kurse von Frau Krüger und Frau Fleischer aus den Stufen 12 und 13 im schönen Weil der Stadt ein, um gemeinsam Fasnet zu feiern.

Frau Krüger hatte die Idee, diesen alt eingesessenen Brauch - seit 1656 existiert die Fastnachtstradition in Weil der Stadt - mit uns allen teilen zu wollen. Da die Fachwerkhäuser der Weil der Städter Altstadt größtenteils über gemütliche Gewölbekeller verfügen, ist es dort Brauch, diese vom schmotzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch zu öffnen und dort zu feiern.

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Die von den einzelnen Kursen gewählten Mottos für die Verkleidungen waren „Märchen", „Hippies", und „Kasperletheater". So fanden sich Hexen, Kasperle, Seppel, eine VW-Bus Ladung Hippies und sogar ein Drache am späten Abend am von den Weil der Städter Pfadfindern betriebenen „Pfadi-Keller" ein. Mit den Einnahmen des Festes wollen sich diese einen neuen Bus finanzieren. Alle SchülerInnen taten ihr bestes, dieses Ziel tatkräftig zu unterstützen. Frau Krüger und Frau Fleischer, über und über grün und silbern geschminkt und ausladende giftgrüne Perücken mit Schlangen darin tragend, hatten dabei als Medusen selbstverständlich diverse wachsame Augen auf uns gerichtet.Fasnacht2

Aber neben all den kreativen Kostümideen, die wir mitbrachten, waren noch andere illustere Gestalten anzutreffen, wie zum Beispiel eine Banane, eine Horde Außerirdischer oder ein Herr im Tutu. Die Klänge der auf dem Marktplatz spielenden Guggenmusik schallten durch die engen Gassen bis hinab zum bekannten Narrenbrunnen, wo die Fasnet am Aschermittwoch ihren feurigen Abschluss findet. Dort wird sie nämlich in Form einer Puppe verbrannt. Ähnlich heiß ging es auch im zum Bersten vollen Pfadi-Keller her. Wir haben getanzt, wir haben gefeiert, wir haben gelacht und - wenn ich mich nicht ganz täusche - es am nächsten Morgen doch alle in die Schule geschafft. In diesem Sinne: Helau und Alaaf, bis zum nächsten Jahr bleiben wir - wenn ich mich nicht ganz täusche - brav, oder?

Markus Heller (Jg. 13)

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