Bili

Warum bilingualer Unterricht?
Englisch wird weltweit von 1,5 Milliarden Menschen gesprochen. 375 Millionen davon sind Muttersprachler. Die übrigen nutzen Englisch als Verkehrs- oder Fremdsprache. Im Alltag, im Studium und im Beruf ist Englisch nicht mehr wegzudenken. Dies wird auch hier in Ditzingen mit seinen „Global Playern“ und darüber hinaus im gesamten Raum Stuttgart mit seinen vielen Arbeitsplätzen für Ingenieure und Maschinenbauer deutlich.
Mit unserem bilingualen Angebot können wir interessierten Schüler*innen die Möglichkeit eröffnen, sich über den normalen Englischunterricht hinaus noch besser auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Durch die bilingual unterrichteten Sachfächer lernen die Kinder, sich des Englischen als Verständigungsmittel zu bedienen und sich neue Sachverhalte in der Fremdsprache zu erschließen. Die Sprache bietet zudem eine andere Perspektive auf einzelne Themen, wodurch interkulturelles Lernen ermöglicht wird. So eröffnet bilingualer Unterricht in vielerlei Hinsicht neue Horizonte.

 

Seit wann gibt es Bili am GGD?
Im Schuljahr 2017/18 starteten die ersten 24 Schüler*innen in den Vorkurs. 2018/19 begann nun die zweite Runde, diesmal sogar mit 40 Schüler*innen.

 

Die Vorbereitung auf den bilingualen Zug im Vorkurs
Zunächst starten die am bilingualen Profil interessierten Schüle*innen mit dem Vorkurs. Das bedeutet, dass diese in den Klassenstufen 5 und 6 drei zusätzliche Englischstunden genießen, in denen sie sich auf den späteren bilingualen Sachfachunterricht vorbereiten. Es gilt, Methoden zu schulen, das englische Vokabular zu erweitern und mehr Sicherheit in der Sprache zu gewinnen. Das Arbeiten ist schülerzentriert und es wird altersgerechtes - wenn möglich - authentisches und multimediales Material eingesetzt. Erste geographische Grundlagen werden in der Fremdsprache vermittelt, um die Schüler*innen so auf die Anforderungen des bilingualen Geographieunterrichts im folgenden Schuljahr vorzubereiten.

 

Der bilinguale Zug in der Mittelstufe
Ab Klasse 7 wird dann immer mindestens ein Sachfach auf Englisch unterrichtet. Für diese Herausforderung steht den Schüler*innen jeweils eine Wochenstunde mehr Zeit zur Verfügung als den anderen Schülern. In Klasse 7 wird Geographie bilingual unterrichtet. In Klasse 8 wird das Fach Geschichte plus ein weiteres Fach, zum Beispiel Gemeinschaftskunde, WBS (Wirtschaft-, Berufs- und Studienorientierung) oder erneut Geographie bilingual unterrichtet. Im folgenden Schuljahr (Klasse 9) ist Biologie an der Reihe.

 

Der bilinguale Zug in der Oberstufe
In Klasse 10 wird erneut Geschichte sowie ein zweites Fach (wieder aus dem Pool Geographie, WBS, Gemeinschaftskunde und Geschichte) bilingual unterrichtet. Für die Kursstufe ist (je nach Wahlverhalten der Schüler*innen) geplant, das Internationale Abitur BW anzubieten.

 

Der bilinguale Zug im Überblick (Stundentafel) 

Klassenstufe Fach Stundenzahl
5 + 6 Vorkurs Englisch 3*
7 Geographie 1+1*
8 Geschichte und weiteres Sachfach (Geo, GK, WBS) 2+1*und 1+1* oder 2+1*
9 Biologie 1+1*
10 Geschichte und weiteres Sachfach (Bio, GK, Geo, WBS) 2+1* und 1+1*

 

Für wen ist der bilinguale Zug geeignet? 
Eine Affinität für Sprachen ist auf alle Fälle von Vorteil. Auch ist eine allgemein hohe Leistungsbereitschaft Voraussetzung. Gute bis sehr gute schulische Leistungen sind schon allein deshalb nötig, weil auf die Schüler*innen eine größere Belastung durch mehr Wochenstunden zukommt und teilweise Förderstunden wegfallen.

 

Wie kann man sich für diesen bilingualen Zug bewerben? 
Die Eltern der künftigen Fünftklässler*innen kreuzen auf dem Anmeldeformular an, dass ihr Kind den bilingualen Zug besuchen möchte. Die Eltern legen darüber hinaus bei der Anmeldung neben der Grundschulempfehlung das Zeugnisheft vor. Hier sind vor allem die Leistungen in Deutsch und Mathematik relevant. Diese müssen gut (also Note 2,0) oder besser sein. Nach Prüfung der Voraussetzungen erhalten die zugelassenen Schüler*innen einen Aufnahmebescheid für den bilingualen Vorkurs.

 

Können sich die Kinder wieder abmelden?
Sollten Kinder mit den Anforderungen des bilingualen Zuges Schwierigkeiten haben, wird ein Wechsel zum Normalzug empfohlen. Ein Austritt ist jeweils zum Halbjahr möglich. Am Ende der Orientierungsstufe (2. Halbjahr Klasse 6) wird - abhängig von Elternwunsch und Leistungsstand - entschieden, wer den bilingualen Zug ab Klasse 7 besuchen wird.